12.11.2016

Dummy-Seminar Einsteiger / Jörg Brach 12. + 13.11.2016

2 blutige Anfänger....

wagten sich im November in Stolberg auf das 2tägige Dummyseminar „Einsteiger“ mit Jörg Brach....

Zufälligerweise hatte ich auf der Seite der Regionalgruppe Rheinland dieses Seminar entdeckt und glücklicherweise den letzten Platz ergattern können. Also hieß es an dem Samstag die Tasche bzw. unseren Bollerwagen packen. Der Blick zum Himmel zeigte, dass es ein typischer, nass-kalter Novembertag werden würde. Der Samstag selber meinte es gut mit uns... es war nur bitter kalt. Aber egal, Labbi-Wetter.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Jörg Brach sollten sich die Teilnehmer einzeln vorstellen. Wir waren in der Gruppe 8 Labradore und ein Golden, die an diesem Wochenende ihr Wissen vertiefen oder wie Sienna (21 Monate) und ich in die Welt der Dummys reinschnuppern wollten. Wir wussten ja nicht im Geringsten was uns erwartet und von uns verlangt wurde. Blutige Anfänger halt.

Aber das änderte sich schnell. Jeder durfte nun mit seinem Hund zunächst seinen Grundgehorsam zeigen. Ins „Sitz“ setzten, entfernen und auf ca. 30 Metern abrufen. Soweit so gut, das konnten wir. Keine Panik. Aber als wir dann das erste Dummy - der Hund blieb im Sitz - auf die lange Distanz legen mussten, bekam ich ein mulmiges Gefühl. Mein erster Gedanke: findet sie es überhaupt, nimmt sie es auf und die wichtigste Frage überhaupt: bringt sie mir das Dummy? Das Einweisen klappte erst beim zweiten Anlauf. Blutige Anfänger halt, wir beide. Naja, gefunden hat sie es, aufgenommen auch, aber Sienna (schwarzes Geschoss im Tiefflug) lief dann mal knackig an mir vorbei. So einen tollen Dummy gibt man ja nicht so schnell her. Nach einer kurzen Diskussion mit ihr (die Pfeife hat es gerichtet) begriff sie, dass es sich lohnt das Dummy zu bringen, da Leckerchen und Streicheleinheiten auch nicht schlecht sind.

 

Stets ruhig und überaus geduldig, veranschaulichte uns Jörg auf seine witzige Art unsere Stärken und Schwächen. Durch seine freundliche und überaus konstruktive Kritik konnten wir alle daran arbeiten und dies im nächsten Lauf umsetzen bzw. verbessern.

Die Dummy-Übungen wurden von ihm überaus spannend und abwechslungsreich gestaltet, Distanzen verändert und die Markierungen unterschiedlich gesetzt und auch über die Diagonalen gearbeitet, damit es uns und den Hunden nicht langweilig wurde und stets anspruchsvoll blieb.

Uns kam die Mittagspause in der naheliegenden Pizzeria gerade recht, um eingefrorene Füße und Hände und den Hunden eine Ruhepause zu gönnen. Bei leckerer Pasta und Pizza ging es dann zum theoretischen Teil über. Nach einer warmen Stärkung, stand wieder „Feldarbeit“ an. Also, Mütze auf, Handschuhe an und los ging es im „Fuß“ mit Drehung links, rechts und 180 Grad mit dem Hund (im besten Fall nicht über oder gegen den Hund) quer über das Gelände im sogenannten „Walk up“. Ich glaube wir hätten an dem Tag auch weitergemacht, wenn wir Flutlicht und Leuchtwesten dabeigehabt hätten. Müde aber überaus zufrieden ging es für uns nach Hause, in freudiger Erwartung was der nächste Tag so bringt.

 

Begrüßt von prachtvollen Kranichschwärmen, die uns über dem Trainingsgelände am Morgen ein herrliches Naturschauspiel boten, ging es mit einem „Walk up“ zum Aufwärmen an dem 2. Seminartag los. Klappte auch schon viel besser als am vorigen Tag. Alle in einer Linie, auf gleicher Höhe und nicht wie die Zugvögel in V-Formation am Himmel. Neu war der „Sitz-Pfiff“, den wir einführten und an und mit unseren Hunden praktizierten.

An diesem Tag vertieften wir noch einmal das gelernte vom Vortag, die Distanzen wurden mal kürzer oder länger gewählt. Unter anderem die richtige Haltung beim Einweisen, stets ruhig aber bestimmt bleiben. Und es flogen Dummies, viele Dummies - ganz zur Freude von Sienna. Ich war glücklich, dass sie mit so viel Eifer und Freude an der Sache war und die 2 Tage haben sehr viel Spaß gemacht, was nicht nur an Jörg Brach sondern auch an der tollen Gruppe lag. Wir verstanden uns alle prima und freuten uns nach jeder Übung mit dem Anderen über die großen und kleinen Erfolge.

An diesem Tag beschlossen wir zum Ausklang nach erfolgreich getaner Arbeit wieder in der Pizzeria die beiden Tage Revue passieren zu lassen und Jörg hatte abschließend zu jedem Teilnehmer ein kurzes aber knackiges Resümee über die Entwicklung und weitere Tipps zur Verbesserung der Teamarbeit Hund-Mensch in der Dummy-Arbeit gegeben.

Sienna und ich haben an dem Wochenende sehr viel gelernt. Und ja, wir sind blutige Anfänger, aber wir haben Blut geleckt, werden auf jeden Fall weiter machen und freuen uns schon auf das nächste Seminar!

 

Ganz besonderen Dank gilt unserer LCD Regiogruppe Rheinland, dass sie aktiv und mit viel Engagement solche Veranstaltungen ins Leben rufen. Macht weiter so, wir sind auf jeden Fall wieder mit dabei!

 

Simone Keischgens mit

Sienna (Pfützenläufers Cayenne)